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Rebecca Salter PRA

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Künstlerbiographie

Rebecca Salter PRA genießt internationale Anerkennung für ihre Gemälde und ihr Druckwerk. Sie lebte lange in Japan, wo sie den traditionellen japanischen Holztafeldruck studierte; diesen verbindet sie mit der Malerei – ihrem Hauptgebiet. Rebecca Salter wurde 2014 zum Mitglied der Royal Academy of Arts gewählt und übernahm 2017 als Keeper die Verantwortung für die dortige Kunstschule. Im Dezember 2019 wurde Rebecca Salter zur Präsidenten der Royal Academy gewählt.

"Bestimmend ist die Spur der menschlichen Hand, ihre Präsenz lädt die Oberfläche auf, um subtil die ihr zu Grunde liegenden Ruhe zu stören und dabei doch Raum zum Verweilen und Erkunden zu lassen. Das Werk braucht Zeit und gibt zum Lohn Gelegenheit zu innerer Reflexion."

Rebecca Salter

 

Aus dem Essay von Anna Moszynska in 'Rebecca Salter: the bliss of solitude', Beardsmore Gallery, 2006:

Rebecca Salters Werk vermittelt eine Ruhe und Gelassenheit, die eine willkommene Atempause von dem gewährt, was sie so beredt als “digital reiche und an Zeit arme Kultur” beschrieben hat. In den gedämpften Farbkadenzen und detailreichen Flächen finden sich vielerlei Anregungen zum Verweilen, Aufnehmen und zum Sinnieren über Unterschiede.
Wie der Dichter Wordsworth scheint Salter " jenes innere Auge, das die Glückseligkeit der Einsamkeit ist " (1) gefunden zu haben und deshalb immer wieder, auch getrennt vom ursprünglichen Impuls, dorthin zurückkehren zu können. Die Erinnerung an die Ruhe in der Einsamkeit der Natur führt zu einem neubelebten Zustand innerer Ruhe und Reflexion, selbst wenn die äußeren Umstände, wie das Leben inmitten städtischen Tumults, dem nicht förderlich sind sind.
Salter ist eine große Verehrerin der amerikanischen Malerin Agnes Martin und des Gedankens, Atmosphäre und grenzenlosen Raum in ihrem eigenen Werk zu vermitteln, lassen doch Überblendungen, Verschiebungen und Brüche den Betrachter ohne jenen vereinigenden Blickpunkt, den ein Selbst-zentriertes Gefühl von Kontrolle verschaffen würde. Stattdessen ereignet sich eine Verschmelzung von Selbst (Betrachter) und Werk, gleich wie in Martins Gemälden, wo die Begegnung die Erfahrung Selbst-los werden lässt. Salter mag wohl Martins eigene Reflexion teilen: "Meine Arbeit handelt von Gefühl … nicht persönlichem Gefühl, abstraktem Gefühl. Es geht um jene subtilen Momente des Glücks, welche wir alle erfahren." (2) Es ist bezeichnend, dass beide ein Interesse an Transzendenzphilosophien aus Asien und das Innenleben der Seele teilen.

… in der japanischen Kultur verwurzelte Elemente … durchdringen [Salters] Werk. Sie ist überzeugt von der Ansicht, dass das Transzendente wichtiger als das Alltägliche ist, und ebenso, dass die japanische Empfindsamkeit besser auf die innere Stimme eingestimmt ist und sich leichter tut, auf sie zu antworten. … Wir finden hier den meditativen, transzendenten Weg des Ostens vermittelt mit und durch einen westlichen, romantischen Weg, der die Vorzüge der Einsamkeit preist für das – vom direkten Kontakt mit der Natur durchdrungene – gedankliche Sammeln.

(1) Freie Übersetzung des englischen Zitates „that inward eye that is the bliss of solitude“ aus William Wordsworth, 'I wandered lonely as a cloud' (1804, veröffentlicht 1807)

(2) Freie Übersetzung des englischen Zitates aus Agnes Martin, 'Writings' Kunstmuseum, Winterthur, 1992

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